Der Music C•A•R•E•S CO₂-Rechner ermittelt ausgewählte, relevante Treibhausgasemissionen deiner Veranstaltung und kann die CO₂-Ergebnisse der verschiedenen Bereiche übersichtlich darstellen. In Zusammenarbeit mit den Ökobilanzexpert*innen von myclimate erarbeiteten wir die dahinterliegenden Formeln, welche öffentlich verfügbare Emissionsfaktoren beinhalten.

1. Überblick

Im Folgenden finden sich einige Erläuterungen, um Entscheidungsprozesse zur Herangehensweise, zur Struktur der Userabfrage und zu der Art der Berechnungen des CO₂-Rechners transparent darzustellen. Da das Projekt bis dato von unregelmäßigen und unplanbaren Förderrunden abhängig ist, befindet es sich in laufender Entwicklung - so auch diese Transparenzerklärung. Das Music C•A•R•E•S Tool hat das Ziel zu ermöglichen, Musikveranstaltungen nachhaltiger umzusetzen – so schnell und einfach wie möglich. Dazu dient die Kombination aus einem CO₂-Rechner -um schnell und einfach Emissionen reduzieren oder vermeiden zu können-, aus der Berücksichtigung sozialer Nachhaltigkeit (wird aktuell erarbeitet) sowie einem Verzeichnis aus passenden Anbieterinnen. Das Anbieterinnenverzeichnis ist noch beispielhaft und es werden im Laufe des Jahres 2025 Kriterien für die Aufnahme in das Verzeichnis erarbeitet. Generell soll mit dem Tool sichtbar werden, dass das Kosten-Nutzen-Verhältnis von Musikveranstaltungen optimierbar und nachhaltigeres Handeln möglich ist.

Wir verfolgen mit der CO₂-Kalkulation eine pragmatische Herangehensweise, durch die die Nutzung des Tools dem realen Alltag von Veranstalter*innen zugute kommen soll - ein Einstieg in die komplexen Prozesse von Nachhaltigkeit und Berichterstattung bzw. Dokumentation dazu:

  1. Um für die Emissionsreduktion konkrete Handlungsoptionen zu aufzuzeigen, welche auch für kleine und mittelständische Akteur*innen realistisch sind  2.Um es leichter zu machen, bestehendes Wissen möglichst schnell in die Praxis umzusetzen - durch eine möglichst breite Zugänglichkeit und gezielte Wissensweitergabe, zum Beispiel durch Infobuttons etc.
  2. Um (mehr) Aufmerksamkeit und Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu schaffen und zu neuen, kreativen Lösungsansätzen in der Musikbranche inspirieren. 

Unser Fokus liegt nicht auf einem hochdetaillierten CO₂-Rechner:

  1. Weil es diese bereits gibt und sie relativ hohe Barrieren haben, sei es finanziell oder inhaltlich.
  2. Weil auch umfangreiche CO₂-Rechner Unterschiede in ihren Berechnungen aufweisen; da nicht immer alle/die gleichen Bereiche auf die gleiche Art erfasst und mit den gleichen Emissionsfaktoren berechnet werden
  3. Weil ein Fokus auf CO₂ nicht andere Umweltbelastungen sowie Themen wie Ressourcenmanagement, Biodiversität und soziale Gerechtigkeit in den Hintergrund drängen soll. Wir setzen uns dafür ein, Greenwashing oder rein symbolische Lösungen zu vermeiden.

Bei der Erstellung des Rechners basieren die Entscheidungen zu den einzelnen Themenbereichen unter anderem auf frei verfügbarem Wissen, z.B. auf der Impact-Matrix von Cradle to Cradle (Quelle Stand: 11.09.23) sowie auf unseren jahrelangen Erfahrungen und Kontakten aus dem Berliner Musikveranstaltungsbetrieb. In Zusammenarbeit mit der Ökobilanzexpert*in von myclimate entwickelten wir das Modell (Formeln und passende Emissionsfaktoren) für die Pilotversion.

2. Bereiche & Themen des CO₂- Rechners

Bereiche der Userabfrage

Innerhalb der Userabfrage werden Kriterien abgefragt, welche für Veranstalter*innen realistisch änderbar/umsetzbar sein sollen, sodass eine Hebelwirkung für sofortige Einsparungen von Emissionen angeregt wird. Von eher kleinen, unkommerziell geführten, aber sozial wertvollen Locations kann etwa nicht pauschal erwartet werden, dass sie ihre gesamte Infrastruktur mit nachhaltigen, aber teuren Innovationen überarbeiten. Wir konzentrieren uns in der Pilotversion zunächst auf die relevantesten Bereiche (Mobilität, Location, Catering, Merch); d.h. die Bereiche, die bezüglich Musikveranstaltungen am meisten Emissionen verursachen (Quelle: Stand 30.01.2025)- diese Logik setzt sich ebenso für die Unterbereiche fort (z.B. bei Location: Strom & Wärmeerzeugung).

Zusätzlich haben wir einige Themen inkludiert, die uns persönlich am Herzen liegen und auf die wir aufmerksam machen möchten; selbst wenn ihr CO₂ Impact gar nicht mal so gravierend ist (z.B. bei Location: Müll, der eigentlich eine kreislauffähige Ressource sein sollte, oder Wasser). Das Tool empfiehlt sich für die Nutzung vor, während und nach der Veranstaltungsplanung. Im besten Fall wird sie wiederholt genutzt, beispielsweise für Veranstaltungsreihen, sodass Daten und Erfahrungen gesammelt sowie eigene Ziele gesetzt und evaluiert werden können.

Thema Genauigkeit der Berechnungen

Das Tool berücksichtigt aktuell nur einige ausgewählte Emissionsquellen, was die Präzision der Berechnungen theoretisch einschränkt. Diese Einschränkung war zu Beginn auf die Machbarkeit innerhalb der ersten Förderrunde zurückzuführen. Eine vollständige Erfassung aller Emissionen eines Produktes oder einer Dienstleistung ist jedoch aufgrund der Komplexität und Variabilität von Faktoren wie Lieferketten oder indirekten Emissionen sowieso nicht möglich. Stattdessen verwenden wir Emissionsfaktoren, die den durchschnittlichen Lebenszyklus typischer Tätigkeiten und Produkte bei Veranstaltungen abbilden (Stand 2023). Mit den angebotenen Bereichen sind die relevantesten Themen momentan für uns zufriedenstellend abgedeckt soweit wir dies im Rahmen der bis dato erfolgten Förderungen realisieren können. ​​​​Sollte eine genauere Erfassung der Bereiche oder der Einbezug neuer Bereiche zu einem anderen Zeitpunkt doch anvisiert werden, könnte dies z.B. durch Kooperation mit entsprechenden Institutionen möglich sein (etwa mit dem Umweltbundesamt, Kulturrechner des ANKM, myclimate). Die angezeigten Ergebnisse sind stets von vorab getroffenen Annahmen, der verfügbaren Datenbasis und nicht zuletzt von den individuellen Entscheidungen der Nutzer*innen, abhängig. Je nach Art der Veranstaltung hängt es davon ab, wo die Prioritäten zur Auswahl nachhaltiger Maßnahmen liegen (sollten). Daher sind alle Berechnungen mit Unsicherheiten behaftet. Diese Sachlage muss umso mehr für die Beispielwerte berücksichtigt werden: Die angebotenen Beispielwerte basieren auf einer begrenzten Datenlage und sind daher nur grobe Richtwerte ohne allgemeine Anwendungsgültigkeit. Die Werte sind zwar möglichst systematisch errechnet, stellen aber keine exakten Durchschnittswerte für jede punktuelle Gästeanzahl dar sondern bieten eine Orientierung. Sie sind nicht wissenschaftlich validiert und können signifikant von den tatsächlichen Emissionen abweichen.

Ergebnisansicht

In der Ergebnisansicht zeigt ein Donutdiagramm zunächst die anteilige Verteilung der CO₂​​​​​​​-Emissionen (in kg) der in der Userabfrage wählbaren Bereiche Mobilität, Location, Merchandise und Catering (ob mit oder ohne Nutzung der Beispielwerte). Wurde ein Bereich ausgespart, also gar nichts ausgefüllt, werden automatisch Beispielwerte für den Bereich oder Unterbereich eingerechnet. Klickt man auf die einzelnen Bereiche in der 'Tabelle' der Ergebnisansicht, kann man sich genauer anzeigen lassen, wie die anteilige Verteilung der CO₂-Emissionen in kg innerhalb eines Bereiches aussieht. Hier in diesem Modus/in dieser Ansicht ist auch erkennbar, für welche Sub-Bereiche die Verwendung von Beispielwerten gewählt wurde (dies ist durch einen Stern an der kg-Anzahl markiert).

3. Berechnungen: Formeln und Emissionsfaktoren (EF)

Es ist zunächst wichtig anzumerken, dass die hier verwendete Bezeichnung CO₂ nicht ganz präzise ist, da genau genommen CO₂-Äquivalente (CO₂e) mit eingerechnet sind. Die errechneten Werte beinhalten somit zusätzliche Treibhausgase, die für die bessere Verständlichkeit und Lesbarkeit bezüglich ihrer Wirkung in CO₂ umgerechnet und zusammengefasst werden (Quelle Stand 11.09.23). Die Formeln basieren auf wissenschaftlichen Methoden und wurden in Zusammenarbeit mit einer Ökobilanzexpertin von myclimate entwickelt.  Die verwendeten Emissionsfaktoren für die Berechnungen stammen aus wissenschaftlichen Quellen und wurden uns von myclimate zur Verfügung gestellt (Stand  29.06.2023). Die genauen Quellen und Berechnungsgrundlagen der Emissionsfaktoren sind öffentlich zugänglich und wir können unsere Emissionsfaktortabelle bei Bedarf auf Anfrage auch herausgeben.

Wo nötig, haben wir die Emissionsfaktoren in Zusammenarbeit mit der Ökobilanzexpertin für das Music C•A•R•E•S Tool angepasst.  Diese Emissionsfaktoren basieren demnach auf fundierten wissenschaftlichen Methoden und sind darauf ausgelegt, eine realistische Schätzung der CO₂-Emissionen für die jeweiligen Aktivitäten zu liefern. Sie sind teilweise unscharf und werden wo möglich auch wieder aktualisiert. Im Folgenden soll auf Besonderheiten von Berechnungen, Emissionsfaktoren und die damit zusammenhängenden Annahmen und Entscheidungen eingegangen werden, um unsere Herangehensweise transparent zu machen:

Mobilität& Transport - Gäste:

  • Annahme für Transportmittel Auto: Es wird davon ausgegangen, dass Gäste meist nicht alleine im Auto zur Veranstaltung fahren. Der Personenkilometerwert beinhaltet daher einen Durchschnittswert für Personen pro Auto, mit dem das Thema Mitfahrgelegenheit/Fahrtgemeinschaften aufgenommen bzw. abgebildet wird
  • Annahme zur Berechnung von Mobilität Fahrrad/zu Fuß: Die Verteilung der zurückgelegten Kilometer liegt bei 50/50; d.h. es ist ein Mittelwert aus den beiden EF
  • Annahme für den EF von Transportmittel Flug ist, dass die Gäste aus innerhalb Europa anreisen
  • Bei der Userabfrage wird an dieser Stelle nach einer Distanz 'one-way' gefragt; in der Berechnungslogik wird diese Distanz im Hintergrund automatisch verdoppelt, um die Rückreise einzuberechnen.

Mobilität & Transport - externe Technik & Infrastruktur:

  • Der EF von Transportern basiert hier auf der Annahme, dass die Transporter dieselbetrieben sind und 3,5 Tonnen wiegen

Mobilität & Transport - Artists

  • Für Transportmittel Auto: Hier werden die Emissionen mit einem EF berechnet, der die Vehikelkilometer abbildet. 
  • Annahme gleicher km-Anzahl für alle Artists
  • Annahme eines Dieselbus Doppeldeckers für die Berechnung der Nutzung eines Tourbus/Nightliner
  • Bei der Userabfrage wird an dieser Stelle nach einer Distanz 'one-way' gefragt; in der Berechnungslogik wird diese Distanz im Hintergrund automatisch verdoppelt, um die Rückreise einzuberechnen

Location - Strom

  • Hier wird der Verbrauch dadurch berechnet, dass der Gesamtjahresstromverbrauch durch die Anzahl der Veranstaltungen pro Jahr in der jeweiligen Location geteilt und mit dem EF multipliziert wird. Natürlich wird auch abseits der Veranstaltungen in Locations Strom verbraucht, dieser Umstand wird hier nicht eingerechnet.

Location - Wärme

  • Annahme: im Sommer wird nicht geheizt, im Winter wird geheizt
  • Annahme von ca. gleich vielen Veranstaltungen pro Monat

Location - Müll

  • Wir haben für die Pilotversion den Restmüll priorisiert, da dieser nicht recycelt bzw. größtenteils verbrannt wird. 
  • Annahme: Entsorgungsprozess ist beim Restmüll miteingerechnet

Location - Wasser

  • Wasser wurde als Thema aufgenommen, weil es trotz seines relativ geringen Emissionswertes eine unserer elementarsten Ressourcen ist.
  • Hier wird der Verbrauch dadurch berechnet, dass der Gesamtjahreswasserverbrauch in l durch die Anzahl der Veranstaltungen pro Jahr in der Location und mit dem EF multipliziert wird.
  • Natürlich wird auch zwischen den Veranstaltungen in Locations Wasser verbraucht wird, etwa zur Reinigung. Dieser Umstand wird hier nicht eingerechnet.

Catering - Gäste & Crew Essen:

  • Hier geht es vor allem darum, den Unterschied zwischen fleischbasierten und nicht-fleischbasierten Gerichten darzustellen. Crew-Catering wird über reale Personen -bzw. Mahlzeiten-Anzahl gerechnet
  • Annahme für vegane Gerichte: Mit Fleischersatzprodukten

Catering - Gäste&Crew Getränke:

  • Softdrinks: EF gilt für 0,33l Limo
  • EF für Bier/Wein gilt für 0,33l Bier
  • EF für Cocktails/Longdrinks berechnet sich aus 0,2lLimo+0,2l Rum
  • Annahme für Longdrink: 50% nonalkoholisches Getränk + 50% Alkohol

Merch - T-Shirts:

  • Hier ging es vor allem darum, in der Berechnung den Kontrast zwischen einem aus konventioneller Baumwolle  hergestelltem T-Shirt und einem T-Shirt aus bio-Baumwolle aufzuzeigen. Die jeweilig verwendeten Emissionsfaktoren bieten eine reine Annäherung, da das Thema Textil sehr komplex ist. Für mehr Informationen zu unterschiedlichen Materialien und Labeln siehe:  https://textileexchange.org/ 

Merch - Platten:

  • Annahme: Der hier verwendete EF von einer Schallplatte basiert auf dem EF einer DVD und wurde über das Gewicht skaliert auf eine 12“ Schallplatte á 180g. Dies wird als Annäherungswert verwendet.

4. Thema Beispielwerte und Tacho

Die Beispielwerte dienen in zweierlei Hinsicht:

  1. Zum einen erleichtern sie ganz einfach die Nutzung des CO₂-Rechners, sofern ein User beim Ausfüllen nicht alle Daten und Informationen zur Hand hat. Für ein genaueres Ergebnis ist es natürlich immer besser, konkrete/reale oder zumindest realistische Daten für die jeweilige Veranstaltung einzugeben. Man kann aber auch entscheiden, Sub-Bereiche oder ganze Bereiche nicht zu bearbeiten - hier wird dann für jede Abfrage automatisch ein Beispielwert zur ähnlichen Größenordnung von Musikveranstaltungen in Deutschland eingesetzt.
  2. Zum anderen spielen die Beispielwerte eine zentrale Rolle für den Tacho in der Ergebnisansicht: Anhand des Tachos wird das CO₂- Gesamtergebnis für die jeweilige Veranstaltung grob innerhalb der deutschen Veranstaltungslandschaft eingeordnet. Dies dient als ungefähre Orientierung bzw. gibt Usern ein Gefühl, auf welchem Weg man sich mit der eigenen Veranstaltung befindet.

Die einzelnen Beispielwerte in dieser Pilotversion basieren auf einer Mischung aus Datenakquise im Musikveranstaltungsnetzwerk und Open-Source-Daten von Locations und Veranstaltungen. Die Datenlage (aus Berliner Quellen) für die Beispielwerte wurde im Frühjahr 2025 durch erfasste Touringdaten aus der Masterarbeit von Kim Laber erweitert und verbessert, in dem die Beispielwerte mit deutschlandweiten Zahlen aus mehreren Veranstaltungen fundiert wurde. Den Nutzer*innen steht auch die Option einer Gesamtschätzung der Veranstaltung zur Verfügung, wenn sie die Anzahl der Gäste eingeben und für jeden Bereich die Funktion eines Beispielwertes auswählen.

Die jeweiligen Beispielwerte wurden stets für drei Veranstaltungsgrößen erstellt bzw. (um-)gerechnet. Auf diese Art wird verhindert, dass eine höhere Besucherzahl automatisch negativer bewertet wird.

  • Klein: 1-500 Personen (Durchschnittswert errechnet anhand von 300 Personen)
  • Mittel: 501-1000 Personen (Durchschnittswert errechnet anhand von 600 Personen)
  • Groß: 1001-2000 Personen (Durchschnittswert errechnet anhand von 1500 Personen)

Sonstige wissenswerte Annahmen und Hintergründe unsererseits zu verschiedenen Bereichen dienen wie folgt zur Berechnung der Beispielwerte:

  • MOBILITÄT GÄSTE: Die hier angegebenen Beispielwerte berücksichtigen keine Flugreisen. Annahme für Berliner Werte: 10km Anreise innerstädtisch, 169km Anreise aus ganz Deutschland
  • MOBILITÄT ARTISTS: Auch wenn nicht notwendigerweise eine exponentielle Steigung der Artists mit der Gästezahl einhergeht, wurde hier die Annahme getroffen, dass auf größeren Veranstaltungen zumindest oft mehr Artists involviert sind. Werte aus Masterarbeit beinhalten nur Infos für Sprinter/Transporter. Berliner Werte wurden hier ebenfalls für ÖPNV berechnet, auch wenn dies in der Userabfrage an dieser Stelle (noch) nicht als Option besteht
  • MOBILITÄT & TRANSPORT: Externe Technik & Infrastruktur: Annahme (u.a. basierend auf niedrigem realen Berlinwert), dass Veranstaltungslocations meist alles an relevantem Equip vor Ort haben und/oder Artists ggbf. den 'Rest' mitbringen und erst bei den ganz großen Arenen/Stadien vollumfänglich Infrastruktur geliefert wird
  • LOCATION STROM: Insgesamt wurde hier konservativ gerechnet, also reale Verbrauchswerte mit dem EF für konventionell hergestellten Strom zu Beispielwerten umgerechnet. Berlinwert z.B. 111.000 kWh/Jahr bei 220 VAs /Jahr (für ca. 750 Gäste Location); alles über Venuegröße d.h. Gästeanzahl grob hochgerechnet
  • LOCATION WÄRME: Annahme Gas Energieträger (EF); z.B.: Wärmeverbrauch von  108.000 kWh/Jahr und 220 VAs /Jahr (für ca. 750 Gäste Location)
  • LOCATION WASSER:  Aufgrund fehlender Infos aus Berlin Annahme von 17l Wasser pro Person  (Quelle Stand 16.01.25)
  • LOCATION MÜLL:  Berlinwert liegt bei 0,1kg Restmüll pro Person, Masterarbeitsstudie hat auch keine Primärinfo; geht von 1kg/Person aus (da Klimaschutzstiftung BW einen Wert von 2kg Müll/Person vorgibt, was aus realen Erfahrungswerten jedoch viel zu hoch liegt), Annahme voll gefüllter Mülltonnen 
  • CATERING: Die Deutschlandwerte aus der Masterarbeit beinhalten nur reale Informationen aus dem Crewcatering (Essen und Getränke), nicht jedoch über Gästecatering (diese Werte sind also geschätzt)
  • CATERING GETRÄNKE: In der Berechnung der Beispielwerte für Berlin besteht für Gästedrinks und Crewdrinks die gleiche Annahme: Verteilung von 60%Bier&Wein, 25%Wasser/Limo, 15% Longdrinks bei 2,7 Drinks pro Person
  • MERCH T-SHIRTS: Entscheidung, trotz kleiner Unklarheit in den Angaben für die Deutschlandwerte aus Masterarbeit den EF für biologisch hergestellte Baumwolle zu nehmen. Die Berlinwerte jedoch sind konservativ gerechnet, also ebenfalls reale Verkaufszahlen von T-Shirts, aber mit dem EF für konventionell hergestellte Baumwolle.

In der aktuellen Pilotversion bezogen sich die Beispielwerte und die Einordnung im Tacho der Ergebnisansicht also zunächst explizit auf die Musikveranstaltungsszene in Berlin, nun sind wir dabei diese Teile von Music C•A•R•E•S zu erweitern und über Berlin hinaus anwendbar machen. Wie weiter oben bereits erwähnt, ist die Beispielwertthematik bereits auf Deutschland erweitert (Stand 14.04.25). Inwiefern das Ganze europaweit nutzbar zu machen ist ist, erarbeiten wir im Laufe des Jahres 2025. Das Tool steht jedoch selbstverständlich bereits auch Akteur*innen außerhalb Berlins und Deutschland zur Verfügung, um es zu testen.

Einordnung im Tacho

  • Im dunkelgrünen Bereich verbrauchst du weniger als die Hälfte des Durchschnittsverbrauchs einer Veranstaltung vergleichbarer Größe​​​​​
  • An der Grenze zwischen hellgrünem und gelbem Bereich liegt der Durchschnittsverbrauch einer Veranstaltung vergleichbarer Größe
  • Im roten Bereich verbrauchst du mehr als das Doppelte des Durchschnittsverbrauchs einer Veranstaltung vergleichbarer Größe

Tacho Bild.jpg